GPS-Hardware

Für den Einsatz mit dem Mountainbike sind prinzipiell geeignet:

1. Klassische Outdoor-GPS-Geräte

2. PDA (Personal Digital Assistant)

3. moderne Handys mit GPS-Empfangsmöglichkeit

 

Am besten geeignet sind natürlich die erst genannten, da sie speziell für den Outdooreinsatz entwickelt wurden. Dadurch kommen sie mit Erschütterungen und vor allem Nässe und Regen gut zurecht. PDA’s kamen in der Vergangenheit deshalb häufiger zum Einsatz, weil sie in der Lage sind, sogannnte Rasterkarten darzustellen. Reinrassige GPS-Geräte vermochten bis dato nur sogenannte Vektorkarten auf dem Display darzustellen.

Das hat sich inzwischen geändert. Sowohl die neue Gerätegeneration von GARMIN (Colorado, Oregon, und Dakota) als auch das Two Nav Aventura (Vertrieb über Touratech –  http://www.touratech.de ) sind in der Lage Rasterkarten darzustellen. Insbesondere beim Aventura ergeben sich gigantische Möglichkeiten im Zusammenspiel mit der Software TTQV (Touratech QV).

 

Handys kommen in der GPS-Navigation deshalb ins Spiel, weil heutzutage wohl jeder eins hat und es sicher immer auf eine Radtour mitnimmt. Auch muss man kein Prophet sein, um vorherzusagen, dass in absehbarer Zeit die GPS-Technologie standardmäßig auf Handys verfügbar sein wird. Die grundsätzlichen technischen Anforderungen sind ja bei Mobiltelefonen und GPS-Geräten im Prinzip dieselben. Man braucht ein Empfangsteil für Signale und ein Display.


Es gibt bereits erste Ansätze, Navigation und Kartenmaterial aufs Handy zu bringen. Dabei geht aber jeder Hersteller eigene Wege. Deshalb ist eine systemübergreifende Technologie sinnvoll, die prinzipiell auf jedem modernen Handy genutzt werden kann. Im zweiten Schritt muss sie auch flexibel in Hinsicht auf die Nutzung verschiedener digitaler Kartenquellen sein. Die Ansätze von trackspace und ape@map nutzen ähnliche Technologien, installieren sich fast von selbst und lassen die Nutzung von freiem digitalem Kartenmaterial des OpenStreetMap-Projektes ( http://www.openstreetmap.org ) zu.

 

Auf Seiten der Handys stellen sich allerdings noch Fragen wie Rüttelfestigkeit, „Sturz-Schutz“ des Gerätes, Witterungsschutz, Ablesbarkeit, Bedienung und Akkulaufzeiten. Mit diesen Problemen hat man übrigens auch beim PDA-Einsatz auf dem Rad zu kämpfen. Im Folgenden will und kann ich keine komplette Marktübersicht geben. Ich beschränke mich auf Produkte, die ich selber einschätzen kann und die ich für transalptauglich halte.

Mehr Informationen zu weiteren Gerätetypen gibt es auf:  http://www.naviso.de

 

GARMIN

GARMIN ist derzeit unbestrittener Marktführer im Bereich GPS-Navigation, sowohl was die Vielfalt an Karten als auch an Geräten angeht. Daran wird sich in absehbarer Zeit wohl nichts ändern. Vielleicht auch deshalb, weil die sich rasant entwickelnde Vielfalt von frei verfügbaren topografischen Karten vor allem im GARMIN img-Format erstellt wird.

Für den Einsatz auf mit dem Mountainbike eignen sich insbesondere die Geräte der Modellreihen:

1. eTrex eTrex H Serie
2. GPSMap  GPS 60 Serie
3. Colorado Colorado
4. Oregon Oregon Serie
5. Dakota Dakota Serie

Ich selber nutze seit Jahren die Modelle GPSMap 60CSx und eTrex Vista HCx. Sowohl was die Batterielaufzeiten als auch die Ablesbarkeit des Displays im Freien angeht, bleiben bei diesen Geräten keine Wünsche offen. Die Batterien halten locker zwei Tage durch und das TFT-Farbdisplay liefert gerade bei Sonneneinstrahlung ein brillantes Bild.

Die Modellreihen Colorado, Oregon und Dakota haben ein neues Softwarekonzept. Die Kartendarstellung kann in 3D erfolgen, wenn die Karten das unterstützen. Oregon und Dakota arbeiten mit Touchscreens, was vor allem die iPhone-Nutzer anziehen wird. Geladene Tracks können auch mehr als 500 Trackpunkte beinhalten. Die Brillanz der Displays und die Batterielaufzeiten sind allerdings noch verbesserungsfähig.

Weitere Infos:  http://www.garmin.de

 

Magellan – Triton

Neben dem Marktführer Garmin im Bereich GPS-Geräte gibt es natürlich noch andere Anbieter wie zum Beispiel die Firma Magellan®. Sie bietet derzeit verschiedene Outdoor-GPS-Geräte innerhalb der Modellreihe Triton™ an. Dazu gibt es passende topografische Karten, die einen eigenen Standard haben. Der Vertrieb und teilweise die Erstellung qualitativ hochwertiger Karten für Deutschland, Österreich und den Alpenraum erfolgt dabei durch die Firma PPM mit Sitz im Süden von München. Die Karten werden auf SD-Karten geliefert. Sehr positiv ist, dass keinerlei Aktivierung oder Registrierung notwendig ist und die Karten in verschiedenen Geräten benutzt werden können. Für die Alpen gibt es zwei länderübergreifende Kartenwerke: Region Nord und Süd.

Weitere Infos:  http://www.ppmgmbh.com

 

 

MyNav600 Professional

Ebenfalls von der PPM Gmbh wird in Deutschland die Neuentwicklung des italienischen Herstellers GIOVE ( http://www.giove.biz ) vertrieben. Das GPS-Allroundtalent MyNav leistet sprachbefehlsgesteuerte Navigation auf der Straße, auf Radwegen und im Gelände. Dazu gibt es eigenes Kartenmaterial, das den Alpenraum von Deutschland, Österreich, Schweiz und Italien recht gut abdeckt, wenn auch derzeit noch nicht flächendeckend.

Weitere Infos:  http://www.mynav.de

 

TwoNav Aventura – im Vertrieb von Touratech

Der spanische Hersteller CompeGPS hat sich scheinbar sehr viel Mühe gegeben, mit diesem Gerät die eierlegende Wollmilchsau zu erschaffen. Dabei stand die Aufgabe im Vordergrund, ein GPS-Gerät zu entwickeln, das sowohl mit Vektorkarten als auch Rasterkarten arbeiten kann. Gleichzeitig verbindet es als Crossover-Navigationssystem Auto- und Outdoor-Navigation in einem Gehäuse.

Besonders hervorzuheben sind der immense Funktionsumfang und die Möglichkeit, Rasterkarten von unterschiedlichsten Anbietern einzusetzen. Das Gerät eignet sich vor allem für Anwender, die „GPS“ als ein Hobby betrachten, gerne am PC Karten bearbeiten und sich nicht von der Funktionsvielfalt des Aventuras abschrecken lassen.

Zu empfehlen ist der Einsatz auf jeden Fall in Verbindung mit der zur Zeit besten GPS-Software auf dem deutschsprachigen Markt: Touratech – TTQV.

Vor allem um das riesige Kartenangebot von TTQV nutzen zu können wie zum Beispiel: Kompass Digital Maps, Magicmaps Tour Explorer Karten, TOP 50, Swiss Map, Alpenvereinskarten und viele andere Karten, die Touratech verarbeiten kann. Außerdem haben die findigen und vor allem schnellen Entwickler von TTQV schon ein Update geschrieben, dass den Direktexport von Karten aus dem Programm auf das Gerät ermöglicht. Damit können fast beliebig große Kartenausschnitte übertragen werden, auch von verschiedensten selbstgescannte Karten.

Weitere Infos:  http://www.ttqv.de ,  http://www.compegps.com ,  http://www.twonav.com